Die Anfänge der Fahrbahnmarkierung
Die Anfänge per Handkarren
Bereits im 19. Jahrhundert wurde über Fahrbahnmarkierungen zur Aufteilung des Straßenquerschnittes und zur Führung des Verkehrs nachgedacht. Verwirklicht wurde sie aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1883 sagte Professor Macnie von der Universität South Dakota voraus, dass zukünftig Automobile mit einer Geschwindigkeit von 25 Meilen in der Stunde über Straßen führen, die in der Mitte durch eine weiße Linie geteilt würden, damit jede Verkehrsrichtung auf ihrer Seite
Der erste Strichziehautomat
bliebe. Eine Unterteilung in drei Fahrstreifen würde in der Nähe größerer Städte vorgenommen, wobei der schwere Verkehr auf die äußeren Fahrstreifen verwiesen werde.

 

Um 1911 sollen der Überlieferung nach erste Markierungen in der Fahrbahnmitte in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgebracht worden sein. Mr. Edward N. Hines, Commissioner of Wayne Co.,

Michigan gilt als ihr Erfinder. In allen Kurven und auf den Brücken seines Bezirks ließ Hines weiße Mittelmarkierungen aufbringen. Später dehnte er diese Markierungen sogar auf die gesamten Highways
Verkehrsabsicherung auf der Autobahn; markiert wurde damals in schwarz

aus. Die generelle Markierung von Straßen war jedoch sowohl in den USA als auch in Europa bis etwa 1920 unüblich.

 

Um den mit der Zunahme des Kraftverkehrs gestiegenen Unfallhäufungen zu begegnen, experimentierten einige Verwaltungen nach dem Ersten Weltkrieg mit Fahrbahnmarkierungen. Man beschränkte sich dabei jedoch auf die Markierung besonderer Gefahrenstellen von Außerortsstraßen. Um 1920 hat der „Engenieer of Maryland“ eine schwarze Mittellinie auf Betondecken markieren lassen. In Amerika wurde 1924 jedoch überwiegend mit weißer

Markierkolonne mit Traktor

Farbe markiert und längere zusammenhängende Strecken sollen dort bereits ab 1930 ausgeführt worden sein.

 

Etwa 1916 sind in Europa erste Markierungen in England appliziert worden. In Deutschland sollen weiße Markierungen bereits 1918 in Großstädten wie Hamburg, Magdeburg, Essen und Kassel üblich gewesen sein.

Auf der Reichsautobahn wurde 1932 erstmals die Straßenmitte mit einer

Eine der ersten selbstfahrenden Markiermaschinen in Deutschland der Firma Baumbach aus Kassel
durchgehenden Linie markiert. Diese Markierung wurde damals noch in schwarzer Farbe aufgetragen, um einen guten Kontrast zur hellen Betondecke zu haben. Die heutige Bedeutung der Nichtüberfahrbarkeit hatten durchgehende Markierungen seinerzeit nicht. Sie sollten lediglich die Aufteilung des Straßenquerschnittes verdeutlichen, also auf der Autobahn eine Abgrenzung zwischen der rechten und linken Fahrspur einer Richtungsfahrbahn darstellen.
Alte Markiermaschine der Firma Hitzblech aus Werdohl

 

Ab 1935 wurden Markierungen auf den deutschen Autobahnen zum festen Bestandteil des neuen Straßensystems. 1936 gab es dann die erste „Richtlinie über die vorläufige Ausrüstung der Reichsautobahnen“ und 1938 wurden die „Vorläufigen Anweisungen für die Durchführung der Bauarbeiten an den Reichsautobahnen, Nr. 10“ herausgegeben, in denen u.a.

Kolonne beim Einsetzen vom Markierungsnägeln

geregelt wurde, wie die Autobahnen zu markieren waren.

Es wurde damals zwischen „Markierungen der Fahrbahnkante“ und „Markierungen der Fahrbahnmitte“ unterschieden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seinerzeit wurden folgende Materialanforderungen gestellt:

 

  • gutes Haftvermögen 
  • ausreichende Wetterbeständigkeit
  • Spritzbarkeit
  • geringe Trockenzeit
  • matte, nicht glänzende Oberfläche

 




   

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Deutsche Studiengesellschaft für Straßenmarkierungen e.V.
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