

Um 1911 sollen der Überlieferung nach erste Markierungen in der Fahrbahnmitte in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgebracht worden sein. Mr. Edward N. Hines, Commissioner of Wayne Co.,
Michigan gilt als ihr Erfinder. In allen Kurven und auf den Brücken seines Bezirks ließ Hines weiße Mittelmarkierungen aufbringen. Später dehnte er diese Markierungen sogar auf die gesamten Highways
aus. Die generelle Markierung von Straßen war jedoch sowohl in den USA als auch in Europa bis etwa 1920 unüblich.
Um den mit der Zunahme des Kraftverkehrs gestiegenen Unfallhäufungen zu begegnen, experimentierten einige Verwaltungen nach dem Ersten Weltkrieg mit Fahrbahnmarkierungen. Man beschränkte sich dabei jedoch auf die Markierung besonderer Gefahrenstellen von Außerortsstraßen. Um 1920 hat der „Engenieer of Maryland“ eine schwarze Mittellinie auf Betondecken markieren lassen. In Amerika wurde 1924 jedoch überwiegend mit weißer

Farbe markiert und längere zusammenhängende Strecken sollen dort bereits ab 1930 ausgeführt worden sein.
Etwa 1916 sind in Europa erste Markierungen in England appliziert worden. In Deutschland sollen weiße Markierungen bereits 1918 in Großstädten wie Hamburg, Magdeburg, Essen und Kassel üblich gewesen sein.
Auf der Reichsautobahn wurde 1932 erstmals die Straßenmitte mit einer


Ab 1935 wurden Markierungen auf den deutschen Autobahnen zum festen Bestandteil des neuen Straßensystems. 1936 gab es dann die erste „Richtlinie über die vorläufige Ausrüstung der Reichsautobahnen“ und 1938 wurden die „Vorläufigen Anweisungen für die Durchführung der Bauarbeiten an den Reichsautobahnen, Nr. 10“ herausgegeben, in denen u.a.

geregelt wurde, wie die Autobahnen zu markieren waren.
Es wurde damals zwischen „Markierungen der Fahrbahnkante“ und „Markierungen der Fahrbahnmitte“ unterschieden.
Seinerzeit wurden folgende Materialanforderungen gestellt:
- gutes Haftvermögen
- ausreichende Wetterbeständigkeit
- Spritzbarkeit
- geringe Trockenzeit
- matte, nicht glänzende Oberfläche

